Die Weihnachtszeit ist gemütlich, lecker und voller sozialer Anlässe. Genau das macht sie so schön und gleichzeitig für viele zur schwierigsten Phase des Jahres, wenn es um Ernährung und Wohlbefinden geht.
Denn im Januar stehen viele vor der gleichen Situation:
„Ich habe eigentlich nichts Extremes gemacht – und trotzdem sind 3 bis 5 Kilo dazugekommen.“
Die gute Nachricht vorweg:
👉 Das liegt nicht an Weihnachten an sich.
👉 Und es lässt sich vermeiden – ohne Verzicht.
Warum die Weihnachtszeit so tückisch ist
Es ist selten ein einzelnes großes Essen, das Probleme macht. Viel häufiger ist es die Summe vieler kleiner Extras, die sich über Wochen hinweg anhäufen.
Im Dezember ist gefühlt jeder Tag ein besonderer Tag:
Plätzchen im Büro
Adventsessen mit Freunden
Weihnachtsmarkt
Firmenfeier
Familienfeiern
Süßigkeiten, die „einfach da sind“
Ausnahmen werden zur Regel. Oft ganz unbewusst.
Der unterschätzte Faktor: flüssige Kalorien
Wenn Menschen an Weihnachtsessen denken, kommen ihnen meist Plätzchen, Lebkuchen oder Stollen in den Sinn. Was dabei oft vergessen wird: Getränke.
Glühwein: ca. 200–250 kcal
Glühwein mit Schuss: 300–350 kcal
Punsch, Kakao mit Sahne, Eierlikör: ähnlich viel
Das Problem dabei: Flüssige Kalorien sättigen kaum, werden aber genauso gezählt wie Essen. Zwei bis drei Getränke am Abend entsprechen schnell einer kleinen Mahlzeit (zusätzlich zum normalen Essen).
Ein typischer Dezember-Tag (ohne „übertrieben“ zu sein)
Ein ganz normaler Tag in der Weihnachtszeit kann so aussehen:
1 Glühwein oder Punsch: ~250 kcal
2–3 Plätzchen: ~250 kcal
1 Stück Stollen oder Kuchen: ~300–400 kcal
ein herzhafter Snack unterwegs: ~500–700 kcal
➡️ 1.200–1.600 zusätzliche Kalorien, ohne dass man sich wirklich „voll“ fühlt.
Passiert das mehrmals pro Woche, erklärt das ziemlich genau, warum die Waage im Januar überrascht.
Warum Verbote nicht funktionieren
Viele reagieren darauf mit dem Gedanken: „Dann darf ich jetzt halt nichts mehr.“
Das führt meist zu:
Frust
schlechtem Gewissen
Heißhunger
und am Ende doch zu Kontrollverlust
Die Lösung ist nicht Verzicht.
Die Lösung ist bewusster Genuss.
Kleine Entscheidungen mit großer Wirkung
Du musst nicht perfekt sein, aber ein wenig bewusster als sonst reicht oft schon völlig aus.
Zum Beispiel:
Ein Getränk weniger trinken
Süßes bewusst auswählen statt nebenbei essen
eine Portion teilen
vorher normal und eiweißreich essen
ein Highlight genießen statt fünf „ach komm schon“
Das sind keine strengen Regeln, sondern kleine Stellschrauben.
Die wichtigste Frage der Weihnachtszeit:
„Will ich das gerade wirklich genießen – oder esse ich es nur, weil es da ist?“
Wenn die Antwort „Ja, darauf freue ich mich!“ ist → genieße es ohne schlechtes Gewissen.
Wenn nicht → lass es liegen, ohne Drama.
So behältst du die Kontrolle, ohne dir den Spaß zu nehmen.
Fazit: Weihnachten genießen, Januar entspannt weiter machen
Die Weihnachtszeit soll Freude machen – nicht Stress verursachen.
Du musst im Januar nicht „neu anfangen“, wenn du im Dezember bewusst bleibst.
Es sind nicht einzelne Tage, die zählen.
Es sind viele kleine Entscheidungen über mehrere Wochen.
Genuss + Bewusstsein = Weihnachten ohne +5 Kilo.
Und genau das ist möglich – für dich genauso wie für alle anderen.

