Warum du ständig gestresst bist und was wirklich dahinter steckt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gestresst zu sein ist nicht automatisch schlecht: Positiver Stress kann Fokus, Motivation und Leistung steigern.
  • Dauerstress ist das eigentliche Problem: Permanente Reizüberflutung und fehlende Erholung machen viele Menschen chronisch gestresst.
  • Gesundheit ist die Basis für Leistung: Nur mit körperlicher Fitness, Pausen und bewusster Erholung lässt sich ein hoher Workload langfristig bewältigen.
Inhaltsverzeichnis

„Ich bin einfach nur gestresst.“

Diesen Satz höre ich in meiner Arbeit als Coach und Personal Trainer ständig.
Und oft steckt dahinter mehr als nur ein voller Kalender.

Viele Menschen glauben, sie hätten einfach zu viel zu tun.
Doch in Wirklichkeit liegt das Problem meist woanders: Sie sind dauerhaft im Stressmodus.

Gestresst zu sein ist nicht automatisch schlecht

Stress hat einen schlechten Ruf.
Dabei kann er sogar hilfreich sein.

Ein gewisses Maß an Stress – sogenannter Eustress – kann dich:

fokussierter machen
deine Leistungsfähigkeit steigern
deine Motivation erhöhen

Viele Menschen sind in solchen Phasen sogar besonders produktiv.

Kurz gesagt: Ein bisschen gestresst zu sein kann dich voranbringen.

Das Problem entsteht erst, wenn Stress zum Dauerzustand wird.

Warum heute so viele Menschen dauerhaft gestresst sind

Unsere Welt ist heute komplett anders als noch vor einigen Jahrzehnten. Früher gab es Stress vor allem in bestimmten Situationen. Heute sind wir ständig Reizen ausgesetzt.

Typische Stressverstärker sind zum Beispiel:

  • Smartphones und permanente Erreichbarkeit
  • Social Media und ständiger Vergleich
  • Werbung und Informationsflut
  • fehlende echte Pausen für das Gehirn

Unser Kopf bekommt kaum noch die Chance, wirklich runterzufahren. Das Ergebnis: Viele Menschen fühlen sich permanent gestresst, ohne genau zu wissen warum.

Dauerhaft gestresst zu sein macht krank

Wenn Stress nie endet, wirkt er sich irgendwann auf den Körper aus.

Langfristiger negativer Stress kann:

  • das Immunsystem schwächen
  • Schlafprobleme verursachen
  • die Konzentration verschlechtern
  • das Risiko für Krankheiten erhöhen

Der Körper ist schlicht nicht dafür gemacht, dauerhaft im Alarmzustand zu sein. Deshalb ist es so wichtig, regelmäßig aus diesem Zustand herauszukommen.

Hoher Workload ist nicht automatisch das Problem

Viele denken: „Ich muss einfach weniger arbeiten.“ Doch so einfach ist es nicht. Ein hoher Workload kann auch phasenweise absolut in Ordnung sein, wenn er dich erfüllt.

Die entscheidende Frage ist deshalb:

Macht mich das, wofür ich mich gerade so gestresst fühle, langfristig glücklich?

Wenn du auf etwas hinarbeitest, das dir wirklich wichtig ist, kann auch eine intensive Phase Sinn ergeben.

Problematisch wird es, wenn Stress aus Angst, Druck oder ständigem Vergleich entsteht. 

Warum Gesundheit die Basis für Leistung ist

Menschen wollen mehr leisten, mehr erreichen, mehr schaffen. Doch viele vergessen dabei die wichtigste Grundlage: ihren Körper.

Wer langfristig viel leisten will, braucht:

  • körperliche Fitness
  • ausreichend Schlaf
  • Bewegung
  • bewusste Erholung

Ohne diese Basis wird jeder Workload irgendwann zur Belastung.

Folge 128 des BE PROUD Talk:

Wenn dich das Thema interessiert, hör unbedingt in Folge 128 des BE PROUD Talks rein. Dort spreche ich mit Anatoly darüber, wie wir heute mit Workload, Stress und Reizüberflutung umgehen und warum ein gewisses Maß an Stress sogar hilfreich sein kann.

Gestresst sein gehört manchmal dazu, aber nicht dauerhaft

Ein erfülltes Leben bedeutet nicht, nie gestresst zu sein. Es bedeutet, zwischen Phasen von Belastung und Erholung wechseln zu können.

Du darfst ambitioniert sein.
Du darfst viel arbeiten.
Du darfst Phasen haben, in denen du Gas gibst.

Aber genauso wichtig ist es, immer wieder bewusst rauszugehen aus dem Stress und eine gute körperliche Basis dafür zu haben.

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